FG.de macht Ulm und Neu-Ulm elektromobil

Gemeinsam mit den SWU (Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm), der Daimler-Tochter car2go und dem Ladesäulenhersteller Mennekes hat die FG.de Unternehmensgruppe in Ulm und Neu-Ulm das Zeitalter der Elektromobilität eingeläutet. Seit Anfang August werden in der car2go-Flotte die ersten fünf elektrisch betriebenen smart fortwo vermietet. Die Voraussetzung dafür wurde Ende Juni mit der Inbetriebnahme der ersten fünf Stromtankstellen geschaffen. In den folgenden Monaten wird das Stromtankstellennetz dann zügig auf 24 „Stromzapfsäulen“ in den beiden Donaustädten ausgebaut. Die Elektrofahrzeuge sind dabei klimaneutral unterwegs, denn die Ladestationen werden ausschließlich mit SWU NaturStrom versorgt. Bis Ende 2012 können dort alle Elektrofahrzeuge, also auch E-Bikes oder Elektroroller, gratis aufgetankt werden.

„Ulm ist für car2go die Pionierstadt und auch jetzt wird eine wichtige neue Entwicklung zuerst auf den Straßen der Donaustadt eingeführt. Bevor wir Ende des Jahres mit einer rein elektrisch betriebenen car2go-Flotte in Amsterdam an den Start gehen, wird damit in Ulm und Neu-Ulm die Elektromobilität für die breite Bevölkerung im wahrsten Sinne des Wortes direkt erfahrbar“, begrüßt Robert Henrich, Geschäftsführer der car2go GmbH, diesen wichtigen Schritt. Jürgen Schäffner, Geschäftsführer der SWU Energie GmbH, betont, dass dieses Projekt weit mehr als eine PR-Aktion ist: „Wir reden hier nicht von der isolierten Installation von ein paar Zapfsäulen, sondern von einem integrierten Gesamtkonzept: Denn es werden sowohl die Systeme eines Mobilitätsdienstleisters wie car2go als auch die intelligente Software für die bedarfsgerechte Stromverteilung von der FG.de Unternehmensgruppe integriert. Damit übernimmt die SWU eine Vorreiterrolle unter den deutschen Stadtwerken.“

FG.de, Spezialist für Smart Metering und eMobility-Technologien, wird gemeinsam mit der SWU die zentrale Leitstelle für das Zapfsäulennetz sowie die Schnittstelle zur einzelnen Stromladesäule entwickeln. Die Leitstelle wird bei der SWU installiert werden und ermöglicht das Monitoring der Ladevorgänge, die Verwaltung der Kundendaten sowie die Überwachung aller Ladesäulen. Dabei steht insbesondere der car2go-Benutzer im Fokus, der über das Internet den Ladestand seines Fahrzeugs abfragen oder mit Hilfe seines Smartphones die nächste freie Ladesäule finden und reservieren kann. Das Leitstellensystem garantiert außerdem eine weitgehend fehlerfreie Anwendung. Sollte doch einmal ein Fehler auftreten, kann das Problem mittels Fernwartung in kurzer Zeit behoben werden. FG.de wird diese Funktionalität zusammen mit den SWU künftig weiter entwickeln und ausbauen, um dem Nutzer das Stromtanken so komfortabel wie möglich zu gestalten.

Die intelligente Prozesskontrolle des Ladevorgangs durch die Übertragung von Kundendaten und Messwerten ermöglicht künftig auch die Nutzung der Fahrzeugbatterien als Zwischenspeicher - und damit die Integration der Elektrofahrzeuge in das Smart Grid (intelligentes Stromnetz). Über Schnittstellen können dabei ab 2012 sowohl der car2go Betrieb als auch nicht registrierte E-Autofahrer abgerechnet werden - entweder über die Integration der bestehenden Abrechnungssysteme von car2go und SWU oder über die Anbindung von Bezahlsystemen, die beispielsweise das Bezahlen mit dem Mobiltelefon erlauben. Die Integration in die Software-Systeme der SWU und FG.de schafft dabei Transparenz und ermöglicht die Abrechnung der Ladevorgänge auch über "Roaming" - also deutschlandweit und mit den unterschiedlichsten Stromanbietern. Die Smart-Spot Ladesysteme von Mennekes sind, in Kombination mit dem Leitsystem von FG.de, bereits für intelligentes Lastmanagement durch die SWU gerüstet. So können regenerative Energiequellen und vorhandene Kapazitäten optimal genutzt werden, da die Ladung der Fahrzeuge abhängig von der aktuellen Netzauslastung erfolgen kann. Denkbar sind auch Szenarien mit zeit- und stromabhängigen Tarifen, so dass der Verbraucher je nach Bedarf aus verschiedenen Tarifen wählen kann.

Die ersten fünf Stromzapfsäulen sind in Ulm an folgenden zentral gelegenen Orten installiert: Roxy, Stadtregal, Heilmeyersteige, im Parkhaus „am Rathaus“ sowie im Parkhaus „Deutschhaus“.

FG.de macht Ulm und Neu-Ulm elektromobil

v.l.n.r.: Robert Henrich (Geschäftsführer car2go), Florian Fritsch (Geschäftsführer FG.de) und Ivo Gönner (Oberbürgermeister der Stadt Ulm) vor der enthüllten Eisskulptur auf dem HUSS-Platz in Ulm

Prozessgrafik Elektromobilität

Ladesäule

 

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 SWP - Zentrum für grüne Mobilität  (682 KB)
 E-Mobilität für alle - SWU 03/11  (649 KB)